Preisverleihung am 19. Januar 2019 im Museum für Hamburgische Geschichte

21.01.2019

DSC3912

GaesteAm vergangenen Sonnabend, den 19.01.2019, fand im großen Hörsaal des Museums für Hamburgische Geschichte die feierliche Preisverleihung und Abschlussveranstaltung von Hamburg Memory 2018 mit über 80 Gästen, Jugendlichen, Angehörigen und Interessierten statt.


Barabra Duden2Die Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Barbara Duden, sprach ein Grußwort und machte darin deutlich, wie wichtig Projekte wie Hamburg Memory für die historisch-politische Bildung von Jugendlichen sind.

 IbE Klasse2In der Kategorie Bild haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal zwei erste Preise vergeben: Sie gingen an die Beiträge "Das sichere Land" und "Freiheit in Deutschland und im Irak". Die Preisträgerinnen gehen in dieselbe Klasse an der Stadtteilschule Lohbrügge und zeigen mit ihren Beiträgen, wie wichtig Freiheit, Selbstbestimmung und Sicherheit - besonders für Frauen - in einer Demokratie sind.

Poem BamDer erste Preis in der Kategorie Sound ging an die ehemaligen Schüler*innen des Helmut-Schmidt-Gymnasium und ihren Beitrag "Poem Bam". Sie rufen darin zu weniger Diskriminierung und Vorurteilen und zu mehr Toleranz in der Gesellschaft auf und halten ein starkes Plädoyer für ein friedvolles, demokratisches Zusammenleben.

SiraMit ihrem Beitrag "Ein Tagebuch aus den Zeiten der Revolution" gewann Sira Fersoglu vom Gymnasium Altona den ersten Preis in der Kategorie Film. Sie ist mit 12 Jahren die jüngste diesjährige Preisträgerin und versetzte sich sehr nachvollziehbar und mit kreativen Mitteln in das Leben einer fiktiven Hamburgerin hinein, die die Ereignisse und Gewalt der Revolution 1918 miterlebt.  

Antirassismus AG2Der Klassenpreis ging in diesem Jahr an die Antirassismus-AG des Gymnasiums Finkenwerder und ihren Beitrag "Andere Zeiten. Gleiche Fehler?" In ihrem Film stellen sie Interviewausschnitte mit der Ausschwitzüberlebenden und antirassistischen Aktivistin Esther Bejarano mit denen von jungen Geflüchteten in Hamburg gegenüber. Dabei gehen sie den Parallelen des Rassismus zur NS-Zeit und der Gegenwart in Bezug auf den Umgang mit Geflüchteten und Verfolgten nach und mahnen die Fehler von damals heute nicht zu wiederholen.  

InterviewNachdem alle Preisträger*innen ihre Preise und Urkunden entgegen genommen hatten, wurden sie auf dem Podium von Sara Willmroth, Jurymitglied von Hamburg Memory und Mitglied im Jugendarbeitskreis des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Hamburg, zur Entstehung ihrer Beiträge interviewt. 

Bake Koehn2Neben der Präsentation und Auszeichnung der Preisträger*innen und ihrer tollen Beiträge, stand der Nachmittag auch im Zeichen des 100. Jubiläums des Frauenwahlrechts. Denn Frauen konnten sich in Deutschland am 19.01.1919 zum ersten Mal an der Wahl zur Nationalversammlung beteiligen. Anlässlich dieses historischen Meilensteins begaben sich die Historikerin Dr. Rita Bake und die Schauspielerin Herma Koehn auf eine kleine Zeitreise und zeigten Szenen zum Thema Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung.  

AusstellungIm Anschluss an die Preisverleihung guckten sich die Besucher*innen im kleinen Hörsaal die Hamburg Memory-Ausstellung an, in der die Highlights aus den Beiträgen der letzten drei Jahre zu sehen waren. Außerdem wurde die Gelegenheit genutzt bei einem kleinen Imbiss und Getränken ins Gespräch zu kommen.